FOLINODE™ Technologie: So wirken die Wirkstoffe zusammen

am Okt 28 2026

Was steckt hinter der FOLINODE™ Technologie, und warum setzt ribogrow® auf drei Wirkstoffe statt auf einen? Die Technologie verbindet 2-Desoxy-D-Ribose (2DDR), Koffein und Pisum Sativum Extrakt. Jeder davon steht für eine von drei Ebenen, die für das Haarwachstum wichtig sind. Hier lesen Sie, was die Forschung zu den einzelnen Wirkstoffen beobachtet hat und wie sie zusammenspielen.

Erblich bedingter Haarausfall entsteht nicht an einer einzigen Stelle

Erblich bedingter Haarausfall, medizinisch androgenetische Alopezie, hängt eng mit dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) zusammen. Es entsteht unter anderem in der Haut, wo das Enzym 5-alpha-Reduktase Testosteron umwandelt. Haarfollikel aus den betroffenen Bereichen der Kopfhaut tragen in ihrer dermalen Papille mehr Androgenrezeptoren, also Andockstellen für dieses Hormon, als Follikel aus nicht betroffenen Bereichen. Die dermale Papille ist das Steuerzentrum am Grund des Follikels. Von Zyklus zu Zyklus wird die Wachstumsphase kürzer und die Ruhephase länger. Der Follikel schrumpft, das Haar wächst dünner und kürzer nach. Fachleute sprechen von Miniaturisierung (Lolli et al. 2017).

Ob ein Haar kräftig wächst, hängt dabei von mehreren Ebenen ab:

  • Versorgung: Die Haarwurzel bezieht Sauerstoff und Nährstoffe über feine Blutgefäße.
  • Aktivität: Die Zellen der Haarwurzel müssen sich laufend teilen und brauchen dafür Energie.
  • Steuerung: Signalstoffe entscheiden, ob eine ruhende Haarwurzel wieder in eine Wachstumsphase startet.

Auf diese drei Ebenen ist die FOLINODE™ Technologie ausgerichtet. ribogrow® hat keine hormonellen Wirkungen und greift nicht in den Hormonhaushalt ein.

Drei Ebenen, drei Wirkstoffe: was die Forschung beobachtet hat

Die folgenden Studien beschreiben, was die Forschung zu den einzelnen Wirkstoffen und zu grundlegenden Abläufen im Haarfollikel beobachtet hat.

Ebene 1: Versorgung der Haarwurzel

Wie eng Blutgefäße und Haarwachstum zusammenhängen, zeigen Versuche an Mäusen: In der Wachstumsphase verdichtet sich das Gefäßnetz um den Follikel, in der Ruhephase bildet es sich zurück. Mehr VEGF, ein Signalstoff für die Bildung neuer Blutgefäße, führte zu schnellerem Nachwachsen und größeren Follikeln, blockiertes VEGF zum Gegenteil (Yano et al. 2001).

Für diese Ebene steht 2-Desoxy-D-Ribose, ein natürlich vorkommender Zucker und Baustein der menschlichen DNA. In Zellkulturen bildeten menschliche Endothelzellen (Zellen der Gefäßinnenwand) unter 2DDR mehr VEGF, unter anderen getesteten Zuckern nicht (Dikici et al. 2020). In einer präklinischen Studie mit durch Testosteron ausgelöstem Haarausfall wurde ein 2DDR-Gel 20 Tage lang täglich aufgetragen. Gegenüber unbehandelten Tieren nahmen Haarlänge und Follikeldichte zu, mehr Follikel waren in der Wachstumsphase, und die Haut enthielt mehr Blutgefäße. Der Effekt ähnelte dem von Minoxidil, einem Arzneiwirkstoff gegen Haarausfall, der als Vergleich diente. Den genauen Wirkmechanismus bezeichnen die Autoren als noch offen (Anjum et al. 2024).

Ebene 2: Aktivität der Haarwurzel

Für diese Ebene steht Koffein. Laut einer Übersichtsarbeit hemmt Koffein in den Zellen Enzyme namens Phosphodiesterasen, die den Botenstoff cAMP abbauen. Mehr cAMP wird mit einem aktiveren Zellstoffwechsel und vermehrter Zellteilung in Verbindung gebracht (Völker et al. 2020).

Im Labor wurden Haarfollikel aus 14 Kopfhautproben von Männern mit erblich bedingtem Haarausfall fünf bis acht Tage in Nährlösung gehalten. Mit Koffein wuchsen sie signifikant stärker als ohne, auch die Zellteilung nahm zu (Fischer et al. 2007).

Ebene 3: Steuerung des Haarzyklus

Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase. Ob eine ruhende Haarwurzel wieder startet, entscheiden Signalstoffe. Versuche zeigen, wie das abläuft: BMP4 wirkt wie eine Bremse und hält Follikel in der Ruhephase, sein Gegenspieler Noggin löst diese Bremse (Plikus et al. 2008). Der Wachstumsfaktor FGF7, den die dermale Papille gegen Ende der Ruhephase vermehrt bildet, regt die Zellen an, die eine neue Wachstumsphase einleiten (Greco et al. 2009).

Für diese Ebene steht der Pisum Sativum Extrakt. In einer kleinen Untersuchung trugen zehn Freiwillige zwei Wochen lang zweimal täglich ein Kopfhautprodukt mit 2 Prozent Extrakt auf. In ausgezupften Haaren aus dem behandelten Bereich war die Aktivität des FGF7-Gens danach im Mittel um 56 Prozent höher, die des Noggin-Gens um 85 Prozent (Schmid et al. 2013; Grothe et al. 2020).

Das Zusammenspiel: warum die Kombination zählt

Die drei Ebenen hängen zusammen. Das Gefäßnetz folgt dem Haarzyklus. Darauf baut der Gedanke hinter der FOLINODE™ Technologie auf: Eine gute Versorgung nützt vor allem einer Haarwurzel, die aktiv ist und in eine neue Wachstumsphase startet. Und für diesen Start ist die Haarwurzel wiederum auf Sauerstoff, Nährstoffe und Energie angewiesen. Statt alles von einem Wirkstoff zu erwarten, ordnet die FOLINODE™ Technologie deshalb jeder Ebene einen eigenen zu.

Die FOLINODE™ Technologie verstärkt die Durchblutung, verlängert den Haarlebenszyklus und aktiviert die Haarwurzel. Für die FOLINODE™ Technologie wurde bereits ein Patent beim Europäischen Patentamt angemeldet.

ribogrow® mit FOLINODE™ Technologie anwenden

ribogrow® war das erste Kosmetikprodukt in Europa mit 2-Desoxy-D-Ribose. Die FOLINODE™ Technologie gibt es als ribogrow® Hair Booster Tonic für Männer und als ribogrow® Hair Booster Serum für Frauen.

Tragen Sie ribogrow® zweimal täglich auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut auf. Weil Haare in Zyklen wachsen, braucht es Geduld. Bei ribogrow® gilt: erste Ergebnisse nach 3 Monaten.

Die Formel kommt ohne bekannte Nebenwirkungen aus. Im Dermatest erhielt die Hautverträglichkeit die Bewertung „sehr gut“ (0 von 30 Probanden mit sensibler Haut hatten Hautirritationen). Tonic und Serum werden in Deutschland hergestellt. Hier finden Sie alle Produkte von ribogrow® im Überblick.

Quellen

  • Lolli F, Pallotti F, Rossi A et al. (2017): Androgenetic alopecia: a review. Endocrine, 57(1), 9-17. DOI: 10.1007/s12020-017-1280-y
  • Yano K, Brown LF, Detmar M (2001): Control of hair growth and follicle size by VEGF-mediated angiogenesis. Journal of Clinical Investigation, 107(4), 409-417. DOI: 10.1172/JCI11317
  • Dikici S, Bullock AJ, Yar M et al. (2020): 2-deoxy-d-ribose (2dDR) upregulates vascular endothelial growth factor (VEGF) and stimulates angiogenesis. Microvascular Research, 131, 104035. DOI: 10.1016/j.mvr.2020.104035
  • Anjum MA, Zulfiqar S, Chaudhary AA et al. (2024): Stimulation of hair regrowth in an animal model of androgenic alopecia using 2-deoxy-D-ribose. Frontiers in Pharmacology, 15, 1370833. DOI: 10.3389/fphar.2024.1370833
  • Völker JM, Koch N, Becker M, Klenk A (2020): Caffeine and Its Pharmacological Benefits in the Management of Androgenetic Alopecia: A Review. Skin Pharmacology and Physiology, 33(3), 153-169. DOI: 10.1159/000508228
  • Fischer TW, Hipler UC, Elsner P (2007): Effect of caffeine and testosterone on the proliferation of human hair follicles in vitro. International Journal of Dermatology, 46(1), 27-35. DOI: 10.1111/j.1365-4632.2007.03119.x
  • Plikus MV, Mayer JA, de la Cruz D et al. (2008): Cyclic dermal BMP signalling regulates stem cell activation during hair regeneration. Nature, 451(7176), 340-344. DOI: 10.1038/nature06457
  • Greco V, Chen T, Rendl M et al. (2009): A two-step mechanism for stem cell activation during hair regeneration. Cell Stem Cell, 4(2), 155-169. DOI: 10.1016/j.stem.2008.12.009
  • Schmid D, Belser E, Zülli F (2013): The FGF7 and Noggin Genes are Key Targets to Treat Hair Loss. SOFW-Journal, 139(9), 18-22.
  • Grothe T, Wandrey F, Schuerch C (2020): Short communication: Clinical evaluation of pea sprout extract in the treatment of hair loss. Phytotherapy Research, 34(2), 428-431. DOI: 10.1002/ptr.6528